Bewährtes Konzept: fusion „Whiplash“ hat schon in vergangenen Tests bewiesen,
dass es über jede Menge Spaßpotenzial verfügt. Der viel gelobte Float-Link-Hinterbau
steht für Effizienz und Vielseitigkeit. Wir haben das aktuelle Model durch den Wald gejagt.

Das Bike
In diesem Jahr kommt das „Whiplash“ in dezentem Weiß daher, zusammen mit  der weißen
Marzocchi „66“ ist es eine zurückhaltend edle Erscheinung. Die Technik des Hinterbaus ist
bekannt und bewährt. Der Viergelenker mit fließend aufgehängtem Dämpfer, der sich zwischen
Umlenkwippe und dem Hinterbau selbst  abstützt, bietet satte 180 Millimeter Federweg.
Hochwertige Lager und guter Lack  machen den Rahmen komplett, der sehr durchdacht ist
und an dem kein Gramm  zu viel ist. Die Ausstattung des Test-Bikes ist kurz gesagt ein guter
Kompromiss aus Leichtigkeit und ausreichender Stabilität für gesundes Fundament. Dazu
kommen Hayes-„Stroker“-Bremsen, viele Truvativ-Parts und eine Sram-Schaltung. Auch
hier gilt: keine Experimente, dafür solides und bewährtes Material. Das „Whiplash“ besitzt
einen Umwerfer und zwei Kettenblätter. Mit 17,1 Kilogramm gehört es unter den Test-Bikes
zu den Leichteren 3.299 Euro muss man für das schöne Fully ansparen.

Fahreigenschaften
Beim Abstimmen der Gabel fällt uns auf, dass man dumm dasteht, wenn man den not-
wendigen Adapter für die Luftpumpe nicht dabeihat – ein etwas unpraktisches Feature
der „66ATA“. Ansonsten weiß sie mit gutem Ansprechverhalten zu überzeugen. Damit
passt sie hervorragend  zum extrem soften Hinterbau, der wirklich jedes Würzelchen
eliminiert. Trotzdem verhält er sich angenehm ruhig. Kein lästiges Wippen beim festen
Antreten. Trotz des hervorragenden Ansprechverhaltens fühlt sich der Hinterbau straffer
an als bei manch deutlich bockigerem Hinterbau. Und das Beste ist: Dank Umwerfer ist
man mit dem „Whiplash“ extrem flexibel. Das Fusion ist das einzige Bike im Test, mit
dem wir den Berg auch wieder hochfahren konnten! Nicht nur, weil es einen Umwerfer
hat, sondern auch aufgrund der vielseitigen Geometrie. Schwalbes „Big Betty“ ist unter
diesem Gesichtspunkt die optimale Reifenwahl: Er ist nicht zu schwer, rollt gut und bietet
trotzdem akzeptablen Grip. Der Verstellbereich der Sattelhöhe reicht so gerade eben aus,
auch ohne durchgehendes Sitzrohr. Bergab liegt das Fusion gut auf dem Track und fühlt
sich sehr sicher an. Der eher lange Rahmen gefällt uns auf High-Speed-Passagen sehr gut.
Auch Sprünge sind voll sein Ding. Man sollte aber tendenziell auf etwas längere Rahmen
stehen, denn die Geometrie ist nicht so verspielt und kompakt wie zum Beispiel beim
Eastern oder Norco. Auf jeden Fall ist das „Whiplash“ trotz jeder Menge Federweg ein
sehr vielseitiges Bike, das von spaßorientierten Freeride-/Enduro-Runden bis zum
Bikepark-Besuch alles mitmacht!

Fazit
Edler Rahmen, gute Ausstattung und extrem vielseitige Fahreigenschaften – von der single-
trail-haltigen Enduro-Runde bis zum kernigen Bikepark-Besuch, das Fusion macht überall
Spaß. Und überzeugt mit seinem effektiven Hinterbau, der top Ansprechverhalten und
Antriebsneutralität nach wie vor bestens miteinander vereint!

Pro
- schöner Rahmen, leicht und trotzdem stabil
- sehr vielseitig durch Umwerfer
- antriebsneutraler Hinterbau